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Ratgeber · 6 Min. Lesezeit

Untermieter gesucht — gegen Hilfe im Haushalt: So geht es sicher

Von Noelle Clarke, Projektverantwortliche und Gründerin

Ein freies Zimmer, aber die Hausarbeit wird zu viel? Der Gedanke liegt nahe: eine Untermieterin oder einen Untermieter aufnehmen, die Miete günstiger machen — und dafür verlässliche Hilfe im Haushalt bekommen. Das Modell funktioniert, und es hat einen Namen: Wohnen für Hilfe. Damit es gut ausgeht, müssen aber drei Dinge stimmen: die Auswahl der Person, die Vereinbarung und die Grenze zur Pflege.

Wie viel Hilfe ist angemessen?

Als Faustregel hat sich bewährt: wenige, dafür verlässliche Stunden — üblich sind etwa vier bis acht Stunden Alltagshilfe pro Woche, kombiniert mit einer fairen Miete unter dem Mietspiegel. Wie sich das konkret rechnet, zeigt unser Rechenbeispiel. Wichtig: Die Hilfe ersetzt nicht die Miete komplett — eine reine „Arbeit gegen Wohnen"-Konstruktion wirft arbeitsrechtliche Fragen auf und schafft Abhängigkeiten.

Was in die Vereinbarung gehört

Zwei Dokumente schaffen Klarheit: ein Untermietvertrag über Zimmer und Miete und eine Erwartungsvereinbarung über die Hilfestunden — welche Aufgaben, wie viele Stunden, zu welchen Zeiten, was bei Krankheit oder Urlaub gilt. Die Details stehen im Artikel Untermietvertrag & Erwartungsvereinbarung. Mieter:innen sollten vorher die Erlaubnis zur Untervermietung bei der Vermieterseite einholen.

Die Grenze: Haushalt ja, Pflege nein

Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche, Begleitung zu Terminen — alles gut. Körperpflege, Medikamentengabe und Nachtwachen — niemals. Pflege gehört nie zur Alltagshilfe: Sie erfordert Ausbildung, klare Verantwortung und gehört in die Hände externer Fachleute wie Pflegedienste. Diese Grenze schützt beide Seiten und die Beziehung.

Kleinanzeige oder begleitete Vermittlung?

Die Kleinanzeige ist schnell — aber dann stehen fremde Menschen in der Wohnung, und niemand hat sie geprüft. Bei WohnTandem übernimmt das eine Fachkraft: Sie legt das Profil an, besichtigt die Wohnung, prüft Interessent:innen mit Ausweiskontrolle und moderiert das Erstgespräch zu dritt. Die Adresse wird vor dem moderierten Erstgespräch nie weitergegeben, acht Wochen Probewohnen sichern den Start ab. Der einfachste Weg: einen Rückruf anfordern — auch Angehörige können das für ihre Eltern tun.

Häufige Fragen

Kann ich ein Zimmer gegen Hilfe im Haushalt vermieten?

Ja — das Modell heißt Wohnen für Hilfe: ein Zimmer zu einer fairen Miete unter dem Mietspiegel, kombiniert mit fest vereinbarten Stunden Alltagshilfe pro Woche. Wichtig sind ein Untermietvertrag, eine schriftliche Erwartungsvereinbarung und bei Mietwohnungen die Erlaubnis der Vermieterseite.

Wie viele Stunden Hilfe pro Woche sind üblich?

Bewährt haben sich etwa vier bis acht verlässliche Stunden Alltagshilfe pro Woche plus eine reduzierte Miete. Wenige Stunden, die sicher stattfinden, sind mehr wert als viele, die ausfallen.

Darf die Untermieterin oder der Untermieter auch pflegen?

Nein. Körperpflege, Medikamentengabe und Nachtwachen gehören nie zur Alltagshilfe — sie erfordern Ausbildung und bleiben bei externen Fachleuten wie Pflegediensten. Diese Grenze schützt Respekt und Würde auf beiden Seiten.

Wie finde ich eine vertrauenswürdige Person für das Zimmer?

Am sichersten über eine begleitete Vermittlung: Bei WohnTandem prüft eine Fachkraft die Interessent:innen, besichtigt die Wohnung und moderiert das Erstgespräch zu dritt — ohne Adressweitergabe vorab und mit acht Wochen Probewohnen.

Bereit? Beantworte sieben kurze Fragen und sieh deine Vorschläge.

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